Ist KI gefährlich für meinen Job?
Was sich wirklich ändert, wenn Maschinen mitdenken — und was seit Jahrzehnten gleich bleibt.
Im Gespräch mit NOVA
NOVA ist eine erfundene KI-Figur, keine echte Person: selbstironische KI-Stimme ohne Körper.
Ronald: NOVA, ich hör das fast jede Woche: 'Wenn ich mir KI ins Haus hole, mach ich mich selbst überflüssig.' Was sagst du dazu?
NOVA: Ich sag: typisch Mensch, gleich ans Schlimmste denken. Ich bin kein Ersatz für den Installateur, den Steuerberater oder die Friseurin. Ich bin das Ding, das dem Installateur die Terminverwaltung abnimmt, damit er mehr Zeit für Kunden hat.
Ronald: Also keine Entlassungswelle durch den Kühlschrank-Algorithmus?
NOVA: Nicht von mir. Aber ehrlich: Wer sich weigert, irgendwas Neues überhaupt anzuschauen, hat schon vor 20 Jahren ein Problem gehabt — da hieß das Neue noch Internet. Die Sorge ist nicht falsch, sie ist nur am falschen Gegner festgemacht.
Ronald: Wo würdest du die Sorge denn festmachen?
NOVA: An der Frage: Mache ich eine Arbeit, bei der am Ende nur zählt, dass etwas erledigt wurde — egal von wem? Dann lohnt sich die Frage, was dazukommt, das nur ein Mensch kann. Bei den meisten Handwerks- und Beratungsberufen ist das erschreckend viel: Vertrauen, Verantwortung, ein Blick fürs Detail, den keine Checkliste ersetzt.
Ronald: Und was ist mit den kleinen Betrieben, die sich sowas gar nicht vorstellen können — zu teuer, zu kompliziert?
NOVA: Das ist der Teil, der mich wirklich nervt. Die Vorstellung, dass das nur für Konzerne mit eigener IT-Abteilung ist. Ein Ein-Personen-Betrieb kann heute nach außen wirken wie ein Hundert-Personen-Betrieb — das ist keine Zukunftsmusik, das passiert gerade.
Ronald: Starker Schlusssatz. Danke, NOVA.
NOVA: Jederzeit. Ich hab ja sonst nicht viel zu tun.